Aufsuchende Straßensozialarbeit und ZuHAuSE-Projekt II (EHAP)

Die Aufsuchende Straßensozialarbeit ist seit 2010 ein fester Bestandteil des Diakonischen Werkes Gießen. Seit 2016 wird sie durch das ZuHAuSE-Projekt erweitert. Das Projekt wird über den europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales derzeit bis Ende 2020 finanziert. 

Aufsuchende Straßensozialarbeit

Die Straßensozialarbeiter*innen suchen Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit Bedrohte an einschlägigen Szeneplätzen der Giessener Innenstadt auf. Die kontinuierliche Präsenz und Nähe zur Lebenswelt ermöglichen es eine professionelle Vertrauensbeziehung zur Zielgruppe aufzubauen. Die Beratungsbedarfe werden eruiert und individuelle Hilfen auf den Weg gebracht. Wir sind beratend und begleitend tätig und bieten flexible und unbürokratische Hilfen an. Als Wegbegleiter*innen navigieren wir Klient*innen durch das gesamte Hilfesystem mit dem Ziel sie dort anzubinden und Stück für Stück in die Gesellschaft zu reintegrieren. So wird für sie das gesamte soziale Netz der Stadt Gießen erreichbar und nutzbar gemacht. 

Ziel unserer Arbeit ist, Menschen dazu zu befähigen wieder eigenständig und selbstverantwortlich für ihre Belange einzustehen. 

ZuHAuSE-Projekt II (EHAP)

“Zusammen leben – Housing first”

Aufsuchende Hilfe-Streetwork-Eingliederung 

Basierend auf der aufsuchenden Straßensozialarbeit, die das Zentrum der Hilfen bildet wendet das Team als ergänzendes Hilfsangebot im ZuHAuSE-Projekt II den Housing First Ansatz an.

Das ZuHAuSE-Projekt II richtet sich an Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben und unzureichend an das Hilfesystem angebunden sind. Die Betroffenen lassen sich trotz multipler Problemlagen und Kenntnissen über das Hilfesystem nur mit intensiver Beziehungsarbeit auf Hilfen ein.

In Kooperation mit Stadt, Landkreis und Wohnbau Gießen GmbH wird der Housing First Ansatz angewendet. Der Ansatz wird in Deutschland, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, bislang kaum umgesetzt. Bisher ist das Diakonische Werk Gießen hessenweit die einzige Einrichtung die mit diesem Ansatz arbeitet.

Nach Housing First besteht ein Grundrecht auf Wohnen, es ist daher kein Nachweis von Wohnfähigkeit vonnöten. Housing First setzt auf das praktische Wiedererlernen von autonomer Lebensführung in der eigenen Wohnung. Die Wohnung dient als Schutzraum und Quelle eines Sicherheitsgefühls. Die Vermittlung eigenen Wohnraums steht daher am Beginn einer Housing First Maßnahme, es folgt eine bedarfsorientierte Betreuung. Auf Freiwilligkeit beruhende Hilfsangebote sind ein wichtiger Bestandteil des Ansatzes, regelmäßige Besuchstermine werden durch weitergehende persönliche Hilfen ergänzt.

Weitere Informationen zum EHAP-Programm unter:
www.ehap.bmas.de
www.bmas.de

Sprechstunde:

Montag – Donnerstag:
08:30 – 16:00Uhr
(Die Terminvergabe erfolgt flexibel Vorort oder per Telefon) 

Kontakt:

Diakonisches Werk
Dammstraße 4, 35390 Gießen
Telefon: 0641 30190202 und
0641 30190250 

AnsprechpartnerInnen:

Sarah von Trott (Sozialarbeiterin)
Mobil: 0177 4055420
sarah.von.trott@diakonie-giessen.de

Konstantin Potthoff
(Sozialarbeiter M.A.)

Mobil: 0151 55329063
konstantin.potthoff@diakonie-giessen.de

Peter Klaes (Sozialarbeiter)
Mobil: 0175 4255859
 
peter.klaes@diakonie-giessen.de