Aktuelles aus unserer Arbeit

14.09.2019

Projekttag „Wanderaktion mit Kletterkindern“ an dem Dünsberg in Biebertal

Am Samstag, den 14.09.2019 fand am Dünsberg ein Wanderprojekt mit ehemaligen Kletterkindern, welche die Grundschulen Alten-Buseck, Lollar und Steinbach besuchen, statt. Dieser Tag wurde von den Sozialarbeitern der jeweiligen Schulen durchgeführt.

Zwischen 10:30 und 16:00 Uhr haben die 8 Kinder gemeinsam mit den Sozialarbeitern den Dünsberg bestiegen und dort oben einen schönen Tag auf dem Berg verbracht. Ziel war es, die beim Klettern geknüpften Kontakte unter den Kindern aufleben zu lassen und eine schöne Zeit mit viel Spaß und Spiel zu verbringen. Zudem war es wichtig, diesen Tag mit den Kindern in der Natur zu erleben, da die Begegnung und Bewegung in der Natur ein wichtiger Faktor für die kindliche Entwicklung ist. Zum einen setzt die Natur der Kreativität keine Grenzen, zum anderen mussten manche Kinder den inneren Schweinhund beim gemeinsamen Hochwandern überkämpfen. Neben dem Freispiel auf dem Dünsberg wurden zwei angeleitete Spiele gespielt, in denen die Kommunikation und das Gemeinschaftserleben gestärkt wurde. In der restlichen Zeit konnten die Kinder sich austoben. Neben dem Spielen war der Aufstieg auf den Turm, der sich auf dem Dünsberg befindet, ein kleines Highlight. Von dort aus hatten die Kinder die Möglichkeit den Ausblick über die ganze Landschaft zu genießen.

Der Tag war für alle Beteiligten ein schöner Tag und würde gerne noch einmal wiederholt werden. Es wird geplant, solche Wandertage mehrmals im Jahr anzubieten – vielleicht auch auf andere Berge. 

 

 

 

11.07.2019

Spielmobil in Wieseck

Das Spielmobil der Evangelischen Michaelsgemeinde und des Jugendhauses des Diakonischen Werks macht in den Ferien wieder Station in Wieseck:

 

 

Am 24., 25., 26. Juli steht es am Spielplatz Greizer Straße,

am 1., 2., 3. August am Spielplatz Am Kaiserberg

und am 7., 9. und 10. August an der Weißen Schule im Lichtenauer Weg,

und zwar jeweils von 15 bis 18 Uhr.

Es richtet sich an Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren.

Dabei handelt es sich um einen Hänger voller Spielgeräte, Werkmaterialien, Pavillons und Sitzgarnituren.

Das Team besteht aus Mitarbeitern des Jugendhauses, Gemeindepädagogin und ehrenamtliche Mitarbeitern der Michaelsgemeinde, die mitspielen und Aktionen anleiten.

 

Spielmobil in Wieseck

 

 

 

07.05.2019

Projekttag „Toleranz“ an der Goetheschule Großen Buseck

Am Dienstag, dem 7.5.19 fand an der Goetheschule Großen Buseck der Projekttag „Toleranz“ statt, welcher vom Team der Sozialarbeiter an Grundschulen, trägerübergreifend (Diakonie, Caritas, AWO und IB) geplant und durchgeführt wurde.

Zwischen 8:00 und 13:10 Uhr haben die 44 Kinder der beiden 4. Klassen der Goetheschule in vier klassenübergreifenden Gruppen vier verschiedene Workshops zum Thema Toleranz durchlaufen: Handicap, Kunst, Kooperation und Sprache. In jedem der Workshops wurde aus einem anderen Blickwinkel auf das Thema „Toleranz“ geschaut und das Thema greif- und erlebbar gemacht. Unter anderem haben die Kinder anhand einer Geschichte überlegt, wie es wäre, wenn alle gleich wären und danach in einem kreativen Teil ihre Unterschiedlichkeit ausgedrückt. Im Bereich „Handicap“ konnten die Kinder erleben, wie es ist, nichts zu sehen, oder z.B. auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. „Auf einander angewiesen zu sein“ war auch im Kooperations-Parcours das Thema, wo es um Kommunikation und auch Vertrauen ging. Der Workshop Sprache hat über den Einstieg mit unterschiedlichen Begrüßungen hingeleitet zu verschiedenen Kulturen und verschiedenen Sprachen und die Kinder haben erlebt, wie sich Geflüchtete fühlen könnten, wenn sie das erste Mal in einem fremden Land in der Schule sind, nichts verstehen, aber einen Arbeitsauftrag (in unserem Fall ein englisches Arbeitsblatt) erfüllen sollen.

Der Tag hat allen Beteiligten Spaß gemacht und wurde gelobt.
Wir hoffen, einen Baustein oder Anstoß gegeben zu haben, um die Kinder sensibler für Verschiedenartigkeit und den Umgang damit zu machen.

 

Das Ergebnis des Kunst-Workshops

29.05.2019

Pressemitteilung

Grünberg, Begegnungsstätte SOFA:

Dank an die Kuchenbäckerinnen des Strickcafés

Eine große Zahl von Frauen war vergangene Woche der Einladung von Beate Herdejost von der Diakonie gefolgt und traf sich zu einem Waffelbuffet in der Begegnungsstätte SOFA. Eine lange Tafel war festlich gedeckt und es duftete bereit beim Eintreten köstlich nach frisch gebackenen Waffeln und Kaffee.

Es ist bereits zu einem beliebten Ritual geworden, dass einmal im Jahr alle Frauen zu diesem „Dankeschön“ eingeladen sind, die im vergangenen Jahr Kuchen für die Strickcafénach-mittage gebacken haben. Diesmal blieben die Handarbeitssachen zuhause und man genoss gemeinsam bei netten Gesprächen das Zusammensein und die Waffeln mit heißen Kirschen und Eis. Auch die sechs ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Strickcafés waren an diesem Nachmittag einmal Gäste. Beate Herdejost sucht sich jeweils eine Ehrenamtliche aus einem anderen Bereich, die ihr bei der Bewirtung hilft. Es ist ihr wichtig den Unterstützern der SOFA-Arbeit immer mal wieder ihre Wertschätzung und Anerkennung auszudrücken – und das kommt an.

Bereits seit Herbst 2011 gibt es in Grünberg das Strickcafé des Seniorenbüros. Traf man sich anfangs im Jugendcafé JUST und kurzzeitig auch in der Evangelischen Stadtmission, ist seit fast 3 ½ Jahren die Begegnungsstätte SOFA der Ort, an dem das Strickcafé stattfindet. Das Strickcafé kann sogar als Keimzelle der Sofa-Arbeit gelten. Von Gallusmarkt bis April kommen jeden Dienstag 30 bis 40 Frauen zum kreativen Austausch zusammen – und immer mit leckeren Kuchen, Kaffee und Tee.  Eine Spende dafür wird erbeten, sie fließt in die SOFA-Arbeit. Von Mai bis Mitte Oktober finden die Treffen vierzehntägig von 15 bis 17 Uhr statt. Viele Frauen gehören schon seit Jahren zu den Besucherinnen, immer wieder kommen auch neue Frauen jeden Alters dazu. Hier treffen sich Könnerinnen und Anfängerinnen und alle können voneinander lernen.

Das nächste Sommerstrickcafé findet am Dienstag, den 28. Mai statt. Neue Besucherinnen sind jederzeit herzlich willkommen und bringen falls vorhanden ihre Handarbeit mit. Wer einfach mal schnuppern möchte und nichts „Wolliges“ zuhause hat, darf sich auch gerne aus dem Garn-Fundus des SOFAs bedienen um etwas auszuprobieren.

Seniorenbüro Grünberg, Beratungsstelle der Diakonie, Bahnhofstr. 37, 35305 Grünberg
Tel.: 06401-22311414
seniorenbuero@diakonie-gruenberg.de, www.seniorenbüro-gruenberg.de

10.05.2019

Theaterpädagogische Kursfahrt in den Osterferien

„Zuerst fühlt man sich immer komisch und denkt, dass man sich mit den anderen nicht versteht. Dann lernt man sich kennen und es ist voll cool… alle tanzen dann zusammen.“ Diese Worte sagte ein Schüler auf der Busfahrt nach Bad Soden Salmünster zu mir, der schon einmal mit auf Theaterfreizeit war…

Unter dem Titel Integration leben – Theaterpädagogische Kursfahrt fand vom 14.4 -17.4.2019 ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werkes Gießen zwischen Sozialarbeit an der Clemens Brentano Europaschule und der Jugendpflege/ Integrationsbeauftragte der Stadt Lollar statt.

Mit 9 Jungs und 11 Mädels im Alter von 12 bis 15 sind wir, D. Brachthäuser (Sozialarbeit an der CBES), M. Eichler (Jugendpfleger Lollar), A. Haas (UBUS CBES), J. Bockstaller (Anerkennungsjahr Sozialarbeit) und J. Jackel (Praktikantin) vier Tage in den Osterferien in ein Selbstversorgerhaus in Bad Soden Salmünster gefahren, um dort ein Theaterprojekt durchzuführen. Finanziert wurde das Projekt über Fördergelder des Bundesprojektes DABEI SEIN – Partnerschaft für Demokratie im Lumdatal.

Unser erklärtes Ziel bezüglich der Gruppe war es, mit einer alters-, geschlechter-, schulzweig  und kulturübergreifenden Mischung  von jungen Menschen loszufahren. Das ist absolut geglückt. In vielen Übungen, Spielen und Theaterstücken fanden Kommunikation und Kooperation in intensiver Form statt und Begegnungsräume öffneten sich. Wir lernten uns kennen und bearbeiteten in kurzen Theaterstücken verschiedenste Themen, die uns beschäftigen. Mit Rike Radloff stand uns für zwei Tage eine sehr erfahrene Theaterpädagogin zur Seite. Sie befähigte uns, unsere Ideen und Impulse auf witzige und wertvolle Art und Weise zu inszenieren. Gemeinsam etwas erleben, miteinander performen, Spaß haben, zusammen essen und lachen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig wertschätzen.

Mit diesen Worten lässt sich das gelungene Projekt wunderbar beschreiben.

Dennis Brachthäuser

23.04.2019

Laubacher Konfirmanden sammeln für die Diakonie

Eine gute und lange Tradition hat in der Kirchengemeinde Laubach die Durchführung einer Straßensammlung für die soziale Arbeit der Diakonie Gießen. Auch in diesem Jahr waren die Konfirmanden wieder fleißig im Einsatz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 531,06 Euro sind zusammengekommen.

Zur Vorbereitung hatte Pfarrer Stefan Ebelt die Bereichsleiterin der Grünberger Beratungsstelle der Diakonie Bettina Wege-Lemp eingeladen. Sie brachte „schwere Päckchen“ mit, die anschaulich deutlich machten, was Menschen mit sich tragen, wenn sie Beratung und Hilfe bei der Diakonie suchen. Die Jugendlichen erhielten auf spielerische Weise Einblick in die vielfältige Arbeit des Diakonischen Werkes, wo man sich nach dem Motto „Diakonie – stark für Andere“ für Menschen in schweren Lebenslagen einsetzt. Welche Schwierigkeiten es mit sich bringt, wenn Menschen überschuldet sind, Familien durch Alkoholkonsum Probleme haben, Frauen und Mädchen schwanger werden, was ein Leben mit wenig Geld bedeutet oder wie es ist, auf der Straße zu leben, wurde den Jugendlichen anschaulich vor Augen geführt. Auch wurde besprochen, wie sich die Konfirmanden bei der Sammlung verhalten sollten. Der Einsatz der jungen Leute hat sich gelohnt, wie das Sammlungsergebnis zeigt.  Bei der Spendenübergabe dankte Bettina Wege-Lemp der Kirchengemeinde für die Unterstützung, den Konfirmanden für das Engagement und allen freundlichen Spenderinnen und Spendern in Laubach für die konkrete Hilfe.

04.04.2019

„Ich will mit…“

… ist der erste Gedanke von Lowana, wenn ihre Tochter – eine stolze Erstklässlerin – wieder mal berichtet, welche tollen Aktionen im Schülerclub angeboten werden. Der Grund dafür: Lowana hat ihre eigene Zeit im Schüler- und Jugendclub der Gemeinwesenarbeit in bester Erinnerung. Sie schwärmt von den Möglichkeiten, die die damals neu bezogenen Räume im Wilhelm-Liebknecht-Haus boten, von der Tanzgruppe, die internationale Tänze eingeübt und zu verschiedenen Gelegenheiten aufgeführt hatte (den blauen Rock mit den goldenen Sternen, den sie damals trug, kann sie sich noch genau vorstellen), von Ausflügen zum Erdbeerfeld oder Freizeiten auf dem Wirberg. Bewusst hat sie ihre Tochter in der Halbtagsklasse der Grundschule angemeldet, damit auch sie all diese schönen Erlebnisse haben kann. Im Jahr 1989, als der Umzug ins Wilhelm-Liebknecht-Haus vollzogen wurde, war Lowana acht Jahre alt (?). Sie hatte also bereits zwei Jahre lang die Hausaufgabenhilfe und Gruppenangebote in den damaligen Räumen der Gemeinwesenarbeit im Läufertsröder Weg besucht, bevor sie mit den anderen Kindern, Erwachsenen und Mitarbeitern in das neue Gemeinschaftszentrum umzog.

Für Sissi, die damals die „Baubud“ (so war der Name des Jugendclubs) besuchte, war der Umzug mit eher traurigen Gefühlen verknüpft. Die Baubud war ihr zweites Zuhause. Gemeinsam mit den anderen hat sie die Räume gestaltet und in diesen Räumen tolle Zeiten verbracht. Das Schild „Jugendclub Gummiinsel“, das heute die Fassade des Wilhelm-Liebknecht-Hauses schmückt, war in dieser Zeit und unter ihrer Mitwirkung entstanden. Der Umzug in den Jugendclub im Wilhelm-Liebknecht-Haus bewertet sie deshalb anders: die Jugendlichen zogen aus „ihren“, selbstgestalteten Räumen in komplett neue, aber vollständig leere Räume, die von ihnen zunächst gestaltet werden konnten, aber auch mussten. Und diese Räume waren – im Gegensatz zur Baubud – kein geschützter Raum mehr. Die Jugendlichen mussten das Haus mit den anderen Gruppen teilen.

Auch für Christel, die damals die Frauengruppe besuchte, war der Start im neuen Gemeinschaftszentrum nicht einfach. Vorher hatten die Frauen den leerstehenden Rewe-Laden im Läufertsröder Weg besetzt. Hier fanden Gruppen und Feiern statt, hier wurden Weihnachtsbasare vorbereitet, gemeinsam gegessen, es war wie ein zweites Wohnzimmer. Im Gegensatz dazu wirkten die Räume im neuen Haus zunächst eher kahl und unpersönlich und es dauerte seine Zeit, bis die Frauen auch diese mit Leben füllten.

Sieben Frauen hatten sich im Wilhelm-Liebknecht-Haus getroffen, um zu reflektieren, wie sie die Zeit vor und nach dem Umzug ins neue Gemeinschaftszentrum erlebt hatten. Lowana und Susanne waren in der damaligen Hausaufgabenhilfe – dem Angebot für Grundschulkinder, das heute Schülerclub heißt. Sissi, Bianca und Tomika nutzten die Angebote des Jugendclubs. Christel und Resi besuchten die Frauengruppe, außerdem waren sie aktive Mitglieder im Fanfarencorps Gießen-West – und sind es noch heute. Allen gemeinsam ist, dass sie die Angebote der Gemeinwesenarbeit seit vielen Jahren kennen. Sie alle haben mehrere Bereiche durchlaufen – von der Spielstube (heute Kindertagesstätte) über die Hausaufgabenhilfe (heute Schülerclub) und den Jugendclub zu Angeboten der Erwachsenenarbeit.

Resi und Christel berichten von den vielfältigen Aktivitäten, die mit der Frauengruppe unternommen worden waren. Sie hatten Ausflüge und Freizeiten gemacht, mal mit, mal ohne Kinder. Besonders bemerkenswert waren die Aktionen im Rahmen der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte in Hessen, durch die sie mit anderen Frauengruppen zusammenkamen. Sie hatten wesentlichen Anteil an politischen Entscheidungen, vor allem im Zusammenhang mit der ersten Sanierung und dem Bau des Gemeinschaftszentrums. Auch nach dem Umzug ins Wilhelm-Liebknecht-Haus waren beide Frauen noch aktiv in der Gruppe, bis diese sich aus verschiedenen Gründen auflöste.

Sissi, Bianca und Tomika haben sowohl vor als auch nach dem Umzug die unterschiedlichsten Angebote des Jugendclubs genutzt. Zwar hat Tomika aufgrund ihres sportlichen Talents und den damit verbundenen Trainingszeiten das Gefühl, einiges verpasst zu haben, trotzdem erinnert sie sich sehr positiv an Kochgruppen oder die Band, die damals über das Rockmobil der LAG Soziale Brennpunkte angeboten wurde. Darüber hinaus haben Sissi und Bianca an verschiedenen Freizeiten teilgenommen – als jüngere Jugendliche im Rahmen der Freizeit des Landkreises Gießen in St. Peter-Ording an der Nordsee und später mit den älteren Jugendlichen im ehemaligen Jugoslawien oder in der Normandie. Seminare mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte kennen sie auch. Dadurch entstanden Kontakte zu Gruppen aus Wiesbaden und Marburg und es gab Projekte mit anderen Gießener Gruppen, zum Beispiel von der Margaretenhütte.

Für Lowana und Susanne ist die Zeit im Schülerclub mit vielen positiven Erinnerungen verbunden. Ihre „Gruppe“ hat sie von der ersten bis zur sechsten Klasse begleitet. Viele Erfahrungen wurden hier geteilt und Freundschaften sind entstanden. Es ist ja auch ein Zeichen, wenn die Tochter eines anderen (männlichen) Gruppenmitglieds auch „Lowana“ heißt – das scheint ein Zeichen für diese wichtige, prägende Zeit für alle gewesen zu sein.

Die Frage, warum die verschiedenen Gruppen den Umzug ins neue Gemeinschaftszentrum so unterschiedlich erlebt haben, klärte sich in diesem Gespräch. Die „Hausaufgabenhilfe“ erfuhr in jeder Hinsicht eine Weiterentwicklung: anstelle von drei kleinen Räumen mit vielen Dachschrägen, wenig Material, keiner Küche (man konnte im Bedarfsfall die Küche der Spielstube im Erdgeschoss des Rotklinkerhäuschen nutzen) fanden sie sich plötzlich wieder in hellen, großen, gut ausgestatteten Räumen – sie hatten sogar gemeinsam einen Ausflug zu einem Spielwarengeschäft unternommen, um sich Spielzeug auszusuchen – und hatten zudem die Möglichkeit, in den großen Bewegungsraum zu gehen. Im Gegensatz dazu mussten die Jugendlichen und die Erwachsenen ihre vertrauten Räume verlassen, in denen sie auch einen gewissen Schutzraum erlebten. Anstelle des „zweiten Wohnzimmers“ – wie es beide Altersgruppen empfanden – fanden sie sich in kahlen, für alle einsehbaren Räumen wieder und mussten erst lernen, diese zu besetzen.

Die Rahmenbedingungen haben sich verändert – noch zu Zeiten des Umzugs gab es weder Kindersitze noch Anschnallpflicht in den Dienstbussen, Rauchen war in allen Räumen erlaubt und Unverträglichkeiten der Kinder wurden nicht abgefragt. Dennoch sind auch heute noch die Angebote für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen – in einer neuen Form – attraktiv und wichtig. Wer weiß – möglicherweise resultiert aus dieser Erzählrunde die Gründung einer neuen Frauengruppe der Gemeinwesenarbeit, mit jungen Frauen, die alle Angebote seit der Spielstube durchlaufen haben…

 

P.S. Übrigens war auch die Bewertung des Rewe-Ladens durch die verschiedenen Altersgruppen sehr unterschiedlich. Während die Frauengruppen ihn als ihr Zuhause empfanden, hatten insbesondere die damaligen Grundschulkinder eher negative Assoziationen – sie erinnern sich nämlich an besondere Termine im Rewe-Laden, wie Impfungen und den Besuch des Nikolauses…

 

 

 

Unsere Arbeits- und Jahresberichte

In dieser Rubrik finden Sie sämtliche Arbeits- und Jahresberichte aus unseren jeweiligen Arbeitsbereichen.

Der InfoBrief

Der InfoBrief des Diakonischen Werkes Gießen erscheint bis zu dreimal jährlich. Wir berichten darin über aktuelle Entwicklungen im DW und geben einen Einblick in unsere Beratungsarbeit.

Themen des aktuellen InfoBriefes

  • Umzug des Diakonischen Werks
  • Ein ganz normaler Abend …
  • Feministische Gedanken
  • Thema Jugendarbeit
  • Thema Jugendmigrationsdienst

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